Technik im Detail

Landwalzen von den Anfängen bis heute

29. April 2024 • Technik im Detail
Landwalzen von den Anfängen bis heute

Von den ersten Walzen bis zur heutigen Technik

Die Anfänge des Walzens

Die ersten Vorläufer der Landwalzen reichen bis in die Antike zurück. Landwirte ebneten ihre Felder mit schweren Steinen oder kräftigen Baumstämmen. Es ging dabei nicht nur ums Glätten. Die Walze brach Bodenkluten auf, verbesserte den Kontakt zwischen Saatgut und Boden und schuf ein gleichmäßiges Saatbett. Mit den Anforderungen der Landwirtschaft wurden auch diese Geräte ausgefeilter.

Hölzerne Walze aus einem Baumstamm in einem Rahmen, historisches Foto

Neuerungen im Industriezeitalter

Im 19. Jahrhundert begann mit der Industrialisierung und vor allem mit den ersten Dampfmaschinen eine neue Zeit in der Landwirtschaft. Es kamen Walzen aus Gusseisen auf, manche mit Zähnen, andere mit glatter Oberfläche. Sie verdichteten den Boden gezielt, hielten das Wasser im Boden und förderten den Feldaufgang. Diese Geräte waren ein großer Schritt, aber noch starr und ließen sich kaum an unterschiedliche Aufgaben anpassen.

Entwicklungen nach der industriellen Revolution

In den späteren Phasen der industriellen Revolution ging die Entwicklung der Landwalze weiter. Neue Werkstoffe und Fertigungsverfahren brachten beweglichere Walzen hervor. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Stahl das Gusseisen weitgehend verdrängt: Die Walzen hielten länger und arbeiteten wirtschaftlicher. Verstellbare Arbeitsbreiten und Hydraulik gaben den Landwirten eine Flexibilität, die es vorher nicht gab. Sie konnten die Walze nun genau an die Bedingungen auf dem Feld anpassen.

Ochsengespann zieht eine Landwalze aus Metall, historisches Foto

Wie sich die Landwalze entwickelt und gehalten hat

Landwalzen gehören spätestens seit der Mitte des 19. Jahrhunderts fest zur landwirtschaftlichen Praxis. Mit ihnen verdichtet man den Boden und ebnet die Felder nach der Aussaat. An ihrer Geschichte lässt sich gut ablesen, wie sich die Landtechnik entwickelt hat. Die ersten Walzen bestanden aus Naturmaterialien wie Baumstämmen, weil diese haltbar und leicht verfügbar waren. Handwerker vor Ort bauten mit dem, was es gab, und deckten so den Bedarf der Höfe. Mit der Landtechnik entwickelte sich auch die Walze: vom einfachen, von Hand bedienten Gerät zur komplexeren Maschine. Die Grundaufgabe ist bei allen Veränderungen dieselbe geblieben: Die Walze hilft beim Anbau der Kulturen.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Warum setzen Landwirte Landwalzen ein?


Wie sich die Fertigung von Landwalzen verändert hat

Die ersten Landwalzen

Früher waren Landwalzen einfache Geräte aus Naturmaterialien wie Holz und Stein, die in der Umgebung zu finden waren. Holz ließ sich leicht bearbeiten, verwitterte aber. Stein war fest, aber schwer und in seiner Form nicht veränderbar. Das machte ihn umständlich im Transport und schlecht an unterschiedliches Gelände anzupassen.

Mit der Industrialisierung kommt das Metall

Mit der Industrialisierung begann eine neue Phase: Landwalzen wurden aus Eisen und Stahl gebaut. Sie hielten damit nicht nur länger, sondern ließen sich auch viel genauer fertigen. Heute sind hochwertiger Stahl und Eisen mit Schutz gegen Korrosion und Verschleiß die Grundlage der Walzenfertigung. Meist tragen die Metalle eine spezielle, widerstandsfähige Lackierung, die sie vor der Witterung schützt und die Lebensdauer verlängert.

Das Werk von Mandako als Beispiel

Wie Landwalzen heute gefertigt werden, zeigen wir am Beispiel des Mandako-Werks in Kanada.

Mandako baut Landtechnik und fertigt nach heutigem Stand der Technik. Im Werk laufen CNC-Maschinen wie die Mazak Quick Turn 350MSY, die für hohe Leistung und viele Bearbeitungsarten auf einer Maschine bekannt ist. Dieses Modell fräst und dreht in einer Aufspannung gleichzeitig. So entstehen die Teile in kürzerer Zeit.

Bediener am Steuerpult der Dreh-Fräs-Maschine Mazak im Werk von Mandako

Schneiden und Schweißen heute

  • Das frühere Sägen haben in der heutigen Fertigung Plasma- und Laserschneiden abgelöst. Beide Verfahren schneiden sehr genau, verkürzen die Fertigungszeit und halten die Maße der Konstruktionszeichnungen exakt ein.

Plasmaschneiden eines Stahlblechs im Werk von Mandako

Präzise Fertigung bei Mandako

Schweißroboter lösen das Schweißen von Hand ab, vor allem bei Arbeiten, die sich oft wiederholen. Die Stationen werden per CNC gesteuert. Sie schweißen jedes Teil in gleicher Qualität und steigern die Produktivität der Fertigung.

Schweißroboter im Werk von Mandako

Eine weitere wichtige Maschine bei Mandako ist das vertikale Bearbeitungszentrum Doosan DNM 750L. Es arbeitet sehr genau und nimmt auch große Bauteile auf. Auf der DNM 750L entstehen komplexe Teile, die strenge Qualitätsvorgaben erfüllen. Die Teile passen bei der Montage genau zusammen, und die Walzen funktionieren wie vorgesehen. Damit hält Mandako seinen guten Ruf im Landmaschinenbau.

Vertikales Bearbeitungszentrum Doosan im Werk von Mandako

Haltbarkeit und Effizienz heutiger Landwalzen

Heutige Landwalzen halten auch deshalb länger, weil alle beweglichen Teile mit hochwertigen Schmierstoffen versorgt werden. Das verringert den Verschleiß und verlängert die Lebensdauer der Maschine.

Bearbeitete Teile im Werk von Mandako

Auch die Materialstärke heutiger Walzen ist so gewählt, dass sie möglichst lange halten, ohne an Effizienz zu verlieren.

Stapel Stahlbleche im Werk von Mandako

Vom einfachen Gerät zur Maschine

Der Weg von der einfachen Walze aus Holz und Stein zum heutigen Modell aus Stahl und Eisen ist ein großer Schritt im Landmaschinenbau. Mandako setzt aktuelle Fertigungstechnik und belastbare Werkstoffe ein. Darin zeigt sich eine Entwicklung der ganzen Branche hin zu effizienteren, haltbareren und genaueren Geräten. Diese Entwicklung macht die Landwalze leistungsfähiger und hilft der Landwirtschaft weltweit, nachhaltiger und produktiver zu arbeiten.


Häufige Fragen

  1. Was sind Landwalzen und wozu dienen sie in der Landwirtschaft? Landwalzen sind landwirtschaftliche Geräte, mit denen man das Feld einebnet, Bodenkluten aufbricht und den Kontakt zwischen Saatgut und Boden verbessert. So entsteht ein gleichmäßiges Saatbett, und die Pflanzen laufen besser auf und wachsen besser.
  2. Wie hat sich die Landwalze von den ersten Formen bis heute verändert? Anfangs nutzten Landwirte schwere Steine oder Baumstämme als Walze. Mit der industriellen Revolution kamen Gusseisen und später Stahl, die Walzen wurden haltbarer und effizienter. Heutige Landwalzen haben verstellbare Arbeitsbreiten und Hydraulik und lassen sich damit flexibel und genau einsetzen.
  3. Was waren die wichtigsten Neuerungen bei Landwalzen während der industriellen Revolution? In dieser Zeit brachten Dampfmaschinen und Gusseisen die Landtechnik und damit auch die Landwalze deutlich voran. Neu waren Walzen mit Zähnen oder glatter Oberfläche. Sie verdichteten den Boden gezielt und hielten die Feuchtigkeit im Boden.
  4. Wie haben neue Werkstoffe die Landwalze im 20. Jahrhundert verändert? Der Wechsel von Gusseisen zu Stahl im 20. Jahrhundert war ein wichtiger Schritt. Stahl hält mehr aus und arbeitet wirtschaftlicher. Damit ließen sich Walzen mit verstellbarer Arbeitsbreite und Hydraulik bauen, die zu unterschiedlichen Betrieben passen.
  5. Mit welchen Verfahren werden Landwalzen heute gefertigt? Heute fertigt man Landwalzen mit CNC-Bearbeitung, Plasma- und Laserschneiden und Schweißrobotern. Diese Verfahren haben die Herstellung grundlegend verändert. Die Teile werden genauer, die Fertigung schneller und die Maschine hält länger. Ein Beispiel dafür ist Mandako.

Veröffentlicht: 04. Mai 2024                                                                                                                     Lesezeit: 5 Minuten

 

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Sergii Stadnik
Sergii Stadnik
Agronom und Spezialist für digitales Marketing