Was ist Fruchtfolge?

Was ist Fruchtfolge?

Fruchtfolge bedeutet, dass auf derselben Fläche über mehrere Anbauperioden nacheinander verschiedene Kulturen wachsen. Im ökologischen Landbau ist sie grundlegend: Sie erhält die Bodengesundheit, hält Schädlinge und Krankheiten in Schach und steigert die Erträge.

Vorteile der Fruchtfolge:

  1. Bodengesundheit: Jede Pflanzenart gibt eigene Wurzelausscheidungen ab. Das fördert ein vielfältiges Bodenleben und verbessert Struktur und Fruchtbarkeit des Bodens. Leguminosen wie Luzerne und Klee binden zum Beispiel Stickstoff und reichern den Boden für die Folgekulturen an.
  2. Schädlinge und Krankheiten: Der Wechsel der Kulturen unterbricht die Lebenszyklen von Schädlingen und Krankheiten, die auf bestimmte Pflanzen spezialisiert sind. So gehen sie auch ohne chemische Pflanzenschutzmittel zurück.
  3. Unkrautbekämpfung: Unterschiedliche Kulturen unterdrücken Unkräuter auf unterschiedliche Weise. Das bremst ihre Ausbreitung.
  4. Nährstoffmanagement: Kulturen mit unterschiedlichem Nährstoffbedarf und unterschiedlichen Rückständen gleichen die Nährstoffgehalte im Boden aus. So brauchen Sie weniger Mineraldünger.

Grundsätze einer guten Fruchtfolge:

  • Leguminosen im Wechsel mit Kulturen anbauen, die viel Stickstoff brauchen.
  • Einjährige Kulturen ein Jahr lang anbauen und dann auf ein anderes Feld wechseln.
  • Nah verwandte Arten nicht direkt nacheinander anbauen, damit sich keine Krankheiten aufbauen.
  • Tiefwurzelnde Kulturen einbauen. Sie verbessern die Bodenstruktur und die Verfügbarkeit von Nährstoffen.
  • Zwischenfrüchte einplanen. Sie verbessern die Bodengesundheit und halten den Boden bedeckt.

Umsetzung: Eine erfolgreiche Fruchtfolge braucht sorgfältige Planung. Dabei zählen das Produktionssystem des Betriebs, die Technik, die Arbeitskräfte und die Nachfrage am Markt. Dazu gehören ein Plan für die Beetvorbereitung und die Wahl der Reihenabstände. So lassen sich künftige Fruchtfolgen besser abstimmen, und es fällt weniger Arbeit an.

Die Öko-Vorschriften des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA Organic Regulations) schreiben im ökologischen Landbau eine Fruchtfolge vor. Sie soll die organische Substanz im Boden erhalten oder erhöhen, die Pflanzennährstoffe steuern und die Erosion begrenzen. Wer diese Standards einhält, sichert eine dauerhafte Bodenfruchtbarkeit und einen wirksamen Pflanzenschutz.

Beispiel für einen Fruchtfolgeplan:

Was ist Fruchtfolge?

Zwischenfrüchte in der Fruchtfolge: Zwischenfrüchte wie Wicke und Roggen spielen in der Fruchtfolge eine wichtige Rolle. Sie binden Stickstoff, unterdrücken Unkraut und schützen vor Erosion. In den Gassen zwischen Dauerkulturen bauen Landwirte oft wechselnde Zwischenfrüchte an. Das fördert die Artenvielfalt und schützt vor Schädlingen.

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