Was ist eine Scheibenegge?

Eine Scheibenegge ist ein Bodenbearbeitungsgerät mit runden, geschliffenen Stahlscheiben, die in Scheibenreihen angeordnet sind. Die Scheiben schneiden Ernterückstände, zerkleinern Schollen und mischen die oberste Bodenschicht. Sie laufen schräg zur Fahrtrichtung, daraus entsteht die schneidende und wendende Wirkung. Scheibeneggen dienen vor allem der Grund- oder Sekundärbodenbearbeitung. Sie bearbeiten die Flächen nach der Ernte oder vor der Saat und unterstützen so die Saatbettbereitung.

Scheibenegge schneidet Ernterückstände auf einem abgeernteten Getreidefeld

Scheibenegge schneidet Ernterückstände auf einem abgeernteten Getreidefeld

Wie eine Scheibenegge arbeitet

Jede Scheibenreihe trägt mehrere Hohlscheiben. Fährt das Gerät vorwärts, schneiden die schräg gestellten Scheiben in den Boden, heben ihn leicht an und legen ihn zur Seite um. So zerkleinern sie die Rückstände, lockern verdichtete Oberflächenschichten und arbeiten organische Substanz in die obersten Zentimeter des Bodens ein. Scheibendurchmesser, Wölbung und Anstellwinkel der Scheibenreihen bestimmen Arbeitstiefe und Intensität. Schwere Böden oder dichte Rückstände brauchen einen steileren Anstellwinkel, leichte Böden einen flacheren.

Weil die Scheiben waagerecht durch das Bodenprofil arbeiten, kann häufiges Scheibeneggen bei Nässe die Bodenstruktur schädigen. Mit der Zeit kann sich außerdem eine verdichtete Sohle bilden. Wer im Wechsel tiefer arbeitende Geräte oder die Vertikalbearbeitung einsetzt, vermeidet dieses Problem.

Wo die Scheibenegge in die Bodenbearbeitung passt

Scheibeneggen sind bei konventioneller und reduzierter Bodenbearbeitung verbreitet. Nach einer massereichen Kultur wie Mais oder Sonnenblumen knickt die Scheibenegge die Stängel um. So beginnt der Abbau der Rückstände noch vor dem Winter. Im Frühjahr ebnet ein leichter Arbeitsgang das Feld und festigt die Oberfläche. Das verbessert den Wasserrückhalt und unterstützt bessere Keimraten. Auch vor oder nach Zwischenfrüchten arbeitet die Scheibenegge die Biomasse schnell ein.

Betriebe, die auf Vertikalbearbeitung umstellen, setzen die Scheibenegge manchmal für einen Übergangsgang ein. Das gilt vor allem auf Flächen mit dicken Mulchmatten, bevor sie langfristig auf schonendere Geräte wechseln. Achten Sie bei der Planung der Arbeitsgänge auf das Risiko von Bodenverdichtung und Bodenerosion, besonders an Hängen oder bei Trockenheit.

Mandako-Technik für Rückstände und Bodenbearbeitung

Mandako baut Geräte für Betriebe, die Rückstände und Bodenbearbeitung effizient in den Griff bekommen wollen. Mandako Storm und Mandako Euro Storm sind Maschinen für die Vertikalbearbeitung. Sie schneiden und zerkleinern Rückstände und bewegen dabei wenig Boden. Damit ergänzen oder ersetzen sie die klassische Scheibenegge. Zum Einebnen nach der Ernte und zum Zerkleinern der Rückstände im Nacharbeitsgang eignet sich die schwere Egge Mandako Field Sergeant. Sie kommt auf vielen Böden auch mit schwierigen Bedingungen zurecht. Weitere Begriffe zu Bodenbearbeitung und Bodenmanagement finden Sie in der Mandako AgriPedia.

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