Bodenverdichtung entsteht, wenn Bodenteilchen zusammengepresst werden. Der Porenraum schrumpft, die Bodenbelüftung und die Wasseraufnahme nehmen ab. Das schadet den Pflanzen: Die Wurzeln wachsen schlechter, es steht weniger Wasser zur Verfügung, und die Nährstoffaufnahme leidet. Verdichtung entsteht meist durch Überfahrten schwerer Maschinen, Viehtritt und wiederholte Bodenbearbeitung.
Ursachen und Vorbeugung:
- Schwere Maschinen: Traktoren, Mähdrescher und andere Landmaschinen üben hohen Druck auf den Boden aus und verursachen Verdichtung.
- Bodenbearbeitung: Zu häufige und wiederholte Bearbeitung zerstört die Bodenstruktur und führt zu Verdichtung.
- Vieh: Bei hohem Viehbesatz oder auf engen Weideflächen verdichten die Tiere den Boden durch ständigen Tritt.
Gegen Bodenverdichtung helfen folgende Maßnahmen:
- Reduzierte Bodenbearbeitung: Weniger Bearbeitung erhält die Bodenstruktur.
- Zwischenfrüchte: Sie verbessern die Bodenstruktur und erhöhen den Gehalt an organischer Substanz.
- Controlled Traffic Farming (CTF): Die Maschinen fahren nur auf festen Fahrspuren, dadurch wird die verdichtete Fläche kleiner.
- Tiefenlockerung: Eine tiefe Bearbeitung bricht verdichtete Schichten auf.
Folgen für die Landwirtschaft: Bodenverdichtung senkt die Erträge. Die Wurzeln wachsen schlechter, und der Boden kann Wasser und Nährstoffe schlechter speichern und weiterleiten. Das führt zu mehr Oberflächenabfluss und Erosion. Oft sind dann mehr Bewässerung und mehr Dünger nötig, und die Kosten im Betrieb steigen.
